{"id":120,"date":"2017-04-14T18:44:14","date_gmt":"2017-04-14T18:44:14","guid":{"rendered":"http:\/\/loge-minerva-mainz.de\/?page_id=120"},"modified":"2017-04-14T18:55:57","modified_gmt":"2017-04-14T18:55:57","slug":"die-freimaurerei","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/loge-minerva-mainz.de\/?page_id=120","title":{"rendered":"Die Freimaurerei"},"content":{"rendered":"<h1>Geschichte<\/h1>\n<p>Da der Begriff &#8222;Freimaurerei&#8220; in der \u00d6ffentlichkeit immer wieder f\u00fcr gro\u00dfe Missverst\u00e4ndnisse sorgt, m\u00f6chten wir Ihnen\u00a0 heute\u00a0 einen Einblick in die Geschichte, die Symbolik und die Arbeit der Freimaurerei bzw. des einzelnen Freimaurers geben<\/p>\n<h2>Der Ursprung<\/h2>\n<p>\u00dcber den Ursprung der Freimaurerei gibt es unz\u00e4hlige Theorien und Geschichten. Unzweifelhaft ist, dass die Freimaurerei, wie wir sie heute kennen, ihren Ursprung in den sogenannten \u201eBauh\u00fctten\u201c der Steinmetze und Dombauer des Mittelalters hat. Der Begriff \u201eLoge\u201c entstammt dem englischen Begriff \u201elodge\u201c, der wiederum \u201eBauh\u00fctte\u201c bedeutet.<\/p>\n<p>Bei diesen \u201eBauh\u00fctten\u201c handelte es sich um Vereinigungen von Handwerkern. Die Bauh\u00fctten dienten dabei als gemeinsame Arbeitsplattform. Dar\u00fcber hinaus bot diese Gruppierung auch eine Ebene des Erfahrungsaustausches und der Vermittlung von Fachwissen.<br \/>\nDie Bauh\u00fctten unterlagen nicht dem Zunftzwang, sie gaben sich ihre eigene Ordnung und Rechtsprechung.<br \/>\nMit der Zeit \u00fcbernahmen die Gilden zunehmend auch soziale Aufgaben. So nahmen sich die Mitglieder der Erziehung der j\u00fcngeren sowie der Versorgung und Unterst\u00fctzung kranker oder arbeitsloser Mitglieder und deren Hinterbliebener an.<\/p>\n<h2>Neuzeit<\/h2>\n<p>Zu Beginn der Neuzeit ebbte die Zeit der gro\u00dfen Dombauten ab. Es gab nur noch wenige Bauh\u00fctten in Europa. Um den sozialen Verpflichtungen weiterhin nachkommen zu k\u00f6nnen wurden in England und Schottland zunehmend Au\u00dfenstehende, Nichtmaurer als Mitglieder in die Logen der Werkmaurer oder operativen Maurer aufgenommen. Diese wurden in Schottland als &#8222;gentleman masons&#8220; und in England als &#8222;acceptet masons&#8220; bezeichnet. Die Logen der Werkmaurer oder operativen Maurer wandelten sich mit der Zeit in Logen der spekulativen, der symbolischen Maurer.<br \/>\nAls offizieller Beginn der Freimaurerei wird der 24. Juni 1717 angesehen. An diesem Tag schlossen sich vier Londoner Bauh\u00fctten zu einer Gro\u00dfloge zusammen. Sie konstituierten 1723 die \u201eAlten Pflichten\u201c, die bis heute als historische Grundlage der internationalen Freimaurerei angesehen werden.<\/p>\n<p>In den \u201eAlten Pflichten\u201c hei\u00dft es u.a.:<\/p>\n<p>\u201eDie als Mitglieder einer Loge aufgenommenen Personen m\u00fcssen gute und aufrichtige Menschen sein, von freier Geburt, in reifem und gesetztem Alter, keine Leibeigenen, keine sittenlosen und \u00fcbel beleumdeten Menschen, sondern nur solche von gutem Ruf.\u201c<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich war die Freimaurerei tats\u00e4chlich ein reiner M\u00e4nnerbund. Der Beitritt in eine Loge war Frauen generell verwehrt. Trotzdem nahmen und nehmen sie eine besondere Rolle bei den m\u00e4nnlichen Logen ein. So erh\u00e4lt die Lebensgef\u00e4hrtin des m\u00e4nnlichen Logenmitglieds ebenfalls ein Paar wei\u00dfe Handschuhe zum Zeichen der Anerkennung der Unterst\u00fctzung des Freimaurers in seiner Arbeit.<\/p>\n<p>Daher war es nicht verwunderlich, dass es vor allem in Frankreich bald schon Logen gab in denen auch Frauen zugelassen waren. Bereits Mitte des 18. Jahrhunderts gab es sog. Adoptionslogen, in dem Frauen unter der Aufsicht der Br\u00fcder arbeiteten.<\/p>\n<p>Im Jahre 1893 wurde daraufhin in Frankreich die Loge \u201eDroit Humain\u201c gegr\u00fcndet, die erste gemischte Freimaurerloge. Noch im gleichen Jahr wurde die Gro\u00dfloge \u201eLe Droit Humain\u201c eingesetzt.<\/p>\n<p>In Deutschland fasste die gemischte Freimaurerei mit der Gr\u00fcndung der Loge \u201eGoethe\u201c am 23. Oktober 1921 Fu\u00df. Sie und die Loge \u201eMozart zu den 3 Rosen\u201c aus M\u00fcnchen gr\u00fcndeten 1959 die Gro\u00dfloge \u201eHUMANITAS Freimaurergro\u00dfloge f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner\u201c. Am 1.6.1949 wurde die Frauen-Gro\u00dfloge \u201eZur Humanit\u00e4t\u201c gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Aus dem &#8222;Droit Humain &#8220; sind nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland und zahlreichen anderen L\u00e4ndern selbstst\u00e4ndige Grosslogen entstanden, die nur Logen umfassen, welche beide Geschlechter als Vollmitglieder aufnehmen.<\/p>\n<p>Auf Anregung einiger dieser Grosslogen oder Orden, welche die volle Gleichberechtigung der Frau innerhalb der Freimaurerei anerkannt und verwirklicht haben, wurde am 2.Juli 1961 in Frankfurt\/Main eine Dachorganisation gegr\u00fcndet, welche die gemeinsame Arbeit koordiniert und sich zu einem sehr wirksamen Instrument zur Verwirklichung einer modernen Freimaurerei entwickelt hat. Diese Dachorganisation tr\u00e4gt den Namen &#8222;International Masonic Union Catena&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Geschichte Da der Begriff &#8222;Freimaurerei&#8220; in der \u00d6ffentlichkeit immer wieder f\u00fcr gro\u00dfe Missverst\u00e4ndnisse sorgt, m\u00f6chten wir Ihnen\u00a0 heute\u00a0 einen Einblick in die Geschichte, die Symbolik und die Arbeit der Freimaurerei bzw. des einzelnen Freimaurers geben Der Ursprung \u00dcber den Ursprung der Freimaurerei gibt es unz\u00e4hlige Theorien und Geschichten. 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